Gemeiner Lein (Linum usitatissimum)

2014-03-05 12:35 von Michel vom Berch

Flachs , Flachsbreche

Flachsbreche ©Michel vom Berch

Schon die alten Mumien wurden im alten Ägypten in Leinentücher gewickelt,  Tücher aus Flachs gewoben. Das Leinöl aus dieser Pflanze ist weltbekannt.

Gemeiner Lein (Linum usitatissimum)
syn. Öllein, Flachs, Saatlein
Viele Namen für eine alte Pflanze die uns Menschen in etlichen  Bereichen geholfen hat. Und weiterhin hilfreich ist.
Ohne sie wären auch die alten Seefahrer nicht ausgekommen, Schiffstaue und Segeltücher  wurden aus ihren Fasern gewoben.
Die alte Kunst aus dieser Pflanze Tuch herzustellen wird in einigen Heimatvereinen noch intensiv gepflegt.
Das Öl dieser Pflanze hat in der Heilkunde einige Bedeutung, es wirkt u.a. entzündungshemmend.
Die Samen dieser Pflanze sind stark schleimbildend  und werden aus diesem Grund gern als Abführmittel genutzt. Da sie keinerlei Nebenwirkungen erzeugen wird dieses gerade in der Schwangerschaft gern angewendet.
Der Geschmack des Leinöles ist nicht so besonders und aus diesem Grund wird es als Speise seltener genutzt.
In der Farbenherstellung ist es jedoch sehr beliebt da es schnell trocknet.
 
Um an die Fasern des Flachs oder des Lein zu kommen muss er aufgebrochen werden. Dazu nutzten unsere Vorfahren Geräte wie dieses hier.
 
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Anschließend mussten die Fasern noch über einem weiteren Werkzeug gekämmt werden.
 
Da auch die Schiffstaue und Segeltücher, sowie die Transportsäcke für Frachter aus Flachs hergestellt wurden, besteht natürlich ein Bezug zum Schiffsbau.
Aus diesem Grund ist in Bodenwerder im alten Werfthof am Weserufer eine alte Flachsbreche ausgestellt und kann dort betrachtet werden.

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