Beifuß -Artemisia vulgaris - Heilkraut Droge Gewürz

2015-08-16 12:54 von Michel vom Berch

Ist der Beifuß ein Rauschmittel ?

Die Herkunft dieses vielseitigen Krautes ist schwer bestimmbar, auf der nördlichen Halbkugel ist die Verwandte des Wermutes bald überall heimisch. Heute vorwiegend zur Gewinnung von Bestandteilen für die Parfümindustrie angebaut, findet die Pflanze jedoch auch als Gewürz und Rauschmittel Verwendung . Als Heilpflanze weniger beachtet jedoch als Grundlage für Räucherungen sehr geschätzt.

Ein Mitglied der Familie der Korbblüter, die bis 2 Meter Wachstum erreichen.  

Die Blüten sind immer in einer Rispe angeordnet. Findest Du sie als ährenartige Traube ,besteht die Verwechselung mit der  Beifussambrosie. diese solltetest Du meiden.

Als Heilpflanze findet der Beifuß nur geringfügige Anwendung. Hildegard von Bingen beschreibt zwar die Anwendung als Tee bei schwachen Eingeweiden und kaltem Magen geht aber nicht weiter auf die Pflanze ein. Lediglich ein Saft vom Beifuß , gemischt mit Honig als Umschlag bei eitrigen Wunden findet bei ihr Erwähnung.

Das Gift Thujon, Kampfer, Cineol, Psilostachin und weitere , eher unbedeutende Flavonoide beinhaltet diese Pflanze.

Botanisch ist der Beifuß ( Artemis vulgari ) sehr eng mit dem Wermut ( Artemisa absinthum ) verwandt.

Als Frauenkraut wurde es der Göttin Artemis geweiht.

Die gallischen und keltischen Druiden verwendeten dieses Kraut jedoch vorwiegend als Räucherpflanze und zwar indirekt zur Behandlung von Krankheiten.

Der Rauch versetzte diese druidischen Heiler in die Lage, in andere Welten zu reisen um dort das unausgewogene Gleichgewicht zwischen den Patienten und dem Universum zu ergründen.

Dort in der anderen Geistwelt suchten die Druiden nach Antworten zur Wiederherstellung der Harmonie. Von Marcellus Empiricus  habe ich übernommen, das bei der Ernte des Beifuß Krautes folgendermaßen vorgegangen werden sollte : vor Sonnenaufgang sollte das Kraut mit der linken Hand gepflückt  und dann um die Hüften auf der nackten Haut getragen werden.

Dieser Vorgang soll Rückenleiden mildern oder ihnen zuvor kommen.

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Ich habe dieses übernommen , mit sehr positiven Erfahrungen.

Marcellus erwähnt dieses Kraut in keiner anderen Heilweise. Dioscoridis beschreibt zwar die Anwendung zum Austreiben eines Fötus und zur Behandlung von Gebährmutterentzündungen , war sich über die Wirkung wohl auch nicht sehr sicher und erwähnte in späteren Schriften dieses Kraut in Zusammenhang mit Frauenleiden nicht wieder.

Interessant ist die Verwendung der Öle in der Parfümindustrie, dort ist das Kraut sehr geschätzt und wird speziell dafür angebaut.

Das  Thujon als Bestandteil von Absithgetränken soll phychoaktive Auswirkungen haben. Jahrzehnte währende Tests von Absinthtrinkern bestätigen diese Angaben jedoch nicht und sind wissenschaftlich auch nicht belegt. Die berauschende Wirkung des Alkohols und die Auswirkungen auf den Geist sind immer im Vordergrund.

Ich nutze den Beifuß als Räucherung bei verschiedenen Anlässen, er ist hilfreich bei Hausreinigungen und zur Klärung von Räumen sowie zum Erreichen reiner , unbeeinflusster Gedanken.

Es gibt von mir nicht bestätigte Berichte über die Verwendung des Beifusskrautes als Marihuanaersatz.

In Mexiko wird das Kraut geraucht, es soll kontrollierbare Träume erzeugen und Astralreisen möglich machen.

Ich kann lediglich bestätigen, das es mir hilft bei Räucherungen negative "Geister" zu bannen und diese zu vertreiben.

Böses und Ungewolltes wird vom Rauch verdrängt . Diese Wirkungsweise ist seit Jahrhunderten beschrieben und wird sicherlich aus diesem Grund von vielen Druiden, Schamanen und Heilern auch so angewandt .

Sollte eine Hausreinigung von Bösem und Bedrohlichen erforderlich sein, helfe ich gern diese Reinigung durchzuführen  /|\

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